„Bolero“ in der Nationaloper der Ukraine: kurz, spannend und sehr plastisch
Wenn Sie Lust haben, ein Ballett ohne mehrstündige Handlung zu besuchen, könnte „Bolero“ eine gelungene Wahl sein. Es ist eine einstündige Aufführung zu Musik von Maurice Ravel, die etwa 20 Minuten dauert und die Aufmerksamkeit nicht mit Worten, sondern mit Bewegung, Rhythmus und einem allmählichen Anstieg der Spannung hält.
Was Sie von der Aufführung erwarten können
„Bolero“ ist eher ein konzentriertes Bühnenbild als eine klassische Geschichte mit vielen Ereignissen. Die Musik steigert sich Schritt für Schritt, und die Choreografie reagiert mit immer mehr Energie und plastischer Ausdruckskraft. Deshalb eignet sich die Aufführung gut für diejenigen, die Ballett in kompakter Form kennenlernen möchten.
Die Kiewer Inszenierung hat ihre eigene Theatergeschichte: Ihre Premiere auf der Bühne der Nationaloper fand am 16. Mai 1968 statt. Die Choreografie wurde von Anatolij Shekera erstellt, das Drehbuch von Leonid Soloshin und Anatolij Shekera. Seitdem bleibt das Werk im Repertoire des Theaters, sodass es für Kiew kein zufälliges Experiment, sondern eine Aufführung mit einem bemerkenswerten Platz in der Balletttradition ist.
Wem es sich lohnt zu gehen
Gehen Sie hin, wenn Ihnen Aufführungen gefallen, bei denen die Atmosphäre, die Musik und die Arbeit der Künstler im Vordergrund stehen und nicht die komplexe Handlung. „Bolero“ könnte auch denen gefallen, die gerade erst anfangen, Ballett zu entdecken: Die kurze Dauer ermüdet nicht, sondern lässt die Kraft des Bühnentanzes spüren.
Die Nationaloper der Ukraine befindet sich in Kiew; die Aufführung ist Teil des Repertoires des Theaters. Gleichzeitig hängen das genaue Datum der Aufführung, die Besetzung und die Verfügbarkeit von Tickets vom aktuellen Spielplan ab, weshalb im Text nicht auf eine unbestätigte Vorstellung verwiesen werden sollte.
Wenn Ihnen die Musik von Ravel, ausdrucksstarke Choreografie und Aufführungen, die eher Emotionen als detaillierte Ereigniserzählungen hinterlassen, nahe stehen, dann lohnt sich der Besuch von „Bolero“ auf jeden Fall – würden Sie ein so kurzes und intensives Ballett für den Abend wählen?